Jesca Hoop – Memories Are Now (2017)

Jesca Hoop - Memories are now

VÖ: 3.3.2017 auf Sub Pop
Klingt fast ein bisschen wie: Ferron, Devendra Banhart, St. Vincent
Passt gut zu: Schwarzem Kaffee, Zeitungspapier, Drehtabak

Nachdem sie 2016 mit Sam Beam von Iron and Wine ein überragendes Duett-Album namens Love Letter for Fire veröffentlicht hatte, wechselte Jesca Hoop zu einem größeren Label, blieb aber ihrem langjährigen Produzenten Blake Mills treu. Beide Entscheidungen zahlen sich auf Memories Are Now aus, denn die zwei sind offensichtlich ein bestens eingespieltes Team und ihr nicht nur in Punkto Instrumentierung außergewöhnliche Songwriter-Pop bekommt nun endlich zumindest einen Teil der Aufmerksamkeit, die er verdient. Spannend wird sein, wie Jesca die hochdosierten, selbst eingesungenen Chorstimmen bald auf die Bühne bringen wird, denn sie tragen sehr stark zum Charakter dieser Platte bei. Eine technische Lösung könnte einen problematischen Bruch mit dem eher akustischen Gesamtklang bedeuten, die Stimme einer weiteren Person könnte die betont unterkühlte Klangfarbe neutralisieren. Abgesehen von solchen Gedankenspielen gelingt es Jesca Hoop aber wie wenigen Künstlern im Moment, die Thematisierung von aktuellen sozialen oder politischen Verwerfungen sinnvoll mit dem notwendigerweise eher introspektiven Blickwinkel eines Popalbums zu verbinden. Eine Platte, die sich also nicht nur gut anhört, sondern auch ganz ohne erhobenen Zeigefinger ein paar wichtige Dinge zu sagen hat.

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