Laura Marling – Semper Femina (2017)

More alarming records.jpg

VÖ: 10.3.2017 auf More Alarming
Klingt fast ein bisschen wie: Beth Gibbons, Sufjan Stevens, Nick Drake

Nachdem Laura Marling auf Short Movie erste Gehversuche als Produzentin unternahm, geht sie auf ihrem mittlerweile sechsten Album noch ein paar Schritte weiter. Semper Femina ist ein klassisches Konzeptalbum, das vor allem von Beziehungen zwischen Frauen handelt und ganz unterschiedliche Geschichten erzählt. Und obwohl sich Laura hier und da immer noch allein mit der Akustikgitarre begleitet, werden fast alle Songs spezifisch instrumentiert und stilistisch zugespitzt. Von zuckersüßen, minimalistischen Folkballaden über rollende Countrysongs bis hin zu jazzigen Grooves ist alles möglich und mehr oder weniger durchschaubar auf die Inhalte abgestimmt.

Einerseits ist es faszinierend, wie mühelos sie in wenigen Jahren den langen Weg vom ferngesteuerten Myspace-Sternchen zur autonom agierenden Popkünstlerin zurückgelegt hat. Andererseits ist Laura Marling eine der wenigen, die theoretisch auf die ganze Produktionsmagie verzichten könnten und auf Albumlänge nur mit ihrer Stimme und ein paar Gitarrenakkorden zu überzeugen wissen. Dementsprechend werden sich die zahlreichen Puristen unter ihren Fans schwer tun und den ein oder anderen Song als überladen empfinden. Allerdings hat Laura Marling wie jede Künstlerin das Recht darauf, ihren künstlerischen Visionen unabhängig von äußeren Erwartungen nachzugehen. Das tut sie mit einem klaren Ziel, einem relevanten Thema, ganz viel Fingerspitzengefühl und einem Hauch Extravaganz, der aus einem ambitionierten Album ein bezauberndes macht.

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