Valerie June – The Order of Time (2017)

Valerie June

VÖ: 10.3.2017 auf Concord
Klingt fast ein bisschen wie: Margo Price, Alabama Shakes, Rolling Stones (Sticky Fingers)
Passt gut zu: Schaukelstuhl, Veranda, Eistee

Manchmal kann ein erfolgreiches und von den Kritikern hochgelobtes Debütalbum auch eine schwere Bürde sein. 2013 kam Valerie June aus dem Nichts mit Pushin’ against a Stone um die Ecke und gewann damit nicht nur so ziemlich jeden Newcomer-Preis unterhalb des Grammys, sondern auch sehr viele Herzen, aber dann wurde es lange still um die gefeierte Newcomerin. Nun gibt es endlich das zweite Album der jungen Frau aus Tennessee, und auch dieses ist ein fantastisches Panoptikum der nordamerikanischen Volksmusik, wie es eigentlich nur in Memphis entstehen kann. Nicht zufällig hat Elvis dort, an der Schnittstelle des amerikanischen Heartlands, mit Zutaten aus den Appalachen, den Südstaaten und den Ebenen des mittleren Westens die Urformel der Popmusik gepanscht, die bis heute Bestand hat.

Valerie June sucht aber nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern das große Ganze in seiner unüberschaubaren Vielfalt. Sogar die Wurzeln der einzelnen Musikströme in afrikanischen, europäischen und uramerikanischen Traditionen bahnen sich hier und da ihren Weg ans Tageslicht, und Valerie schafft es mit ihrem enigmatischen Gesang, allen eine Stimme zu geben. Ein Album, so unfassbar weit und schrecklich schön wie die Prärie.

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