Kevin Krauter – Toss Up (2018)

Als Bassist der grandiosen Band Hoops ist Kevin Krauter bereits positiv in Erscheinung getreten. Sein erstes eigenes Album besticht mit großartigem Songwriting, faszinierenden Arrangements und einem unglaublich entspannten Vibe.

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Erschienen am 15. Juni 2018 auf Bayonet Records

In vielen guten Bassisten schlummert ein sehr guter Solokünstler: Vor kurzem erst hat Jackson MacIntosh von TOPS gezeigt, wie man die tragende Rolle im Hintergrund erfolgreich gegen das Rampenlicht am Mikrofon eintauschen kann. Auch Kevin Krauter kann sich rühmen, zum einzigartigen Sound seiner Band Hoops mehr beizutragen als nur ein unauffälliges Fundament an Grundtönen. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass sich der junge Mann aus Indiana nun endlich zusammengerissen hat und uns nach zwei halbärschig veröffentlichten EPs endlich ein gescheites Album serviert. Im Vergleich zu Hoops ist der Sound noch mal deutlich entspannter ausgefallen, und das obwohl sich der Weichzeichner-Nebel aus endlosen Hallfahnen und Tape-Echos durchaus etwas verzogen hat.

Das Musikvideo zu Keep Falling In Love auf Youtube:

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Kevin Krauter legt deutlich mehr Wert auf klanglich Transparenz, auch wenn das Endergebnis immer noch weit weg ist von einer modernen Hochglanzproduktion. Die ganze Platte hätte ohne weiteres Mitte der Siebziger entstehen können und wäre dann wahrscheinlich auf Asylum Records oder einem anderen Klassiker-Label erschienen. Aber keine Angst, es bleibt nicht allein bei seichtem Retro-Gedudel und nostalgischen Glücksgefühlen. Denn die Songs haben durchaus Ecken und Kanten, vor allem textlich und auf instrumentaler Ebene. Insgesamt bleibt es dennoch vor allem ein sehr gefälliges Debüt-Album, das sich als Begleitmusik zu einem guten Frühstück auf dem Balkon besonders gut eignet.

Das ganze Album auf Spotify:

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