Twain – Life Labors in the Choir (2014)

VÖ: 11.3.2014 (Ohne Label)
Namedropping: Tim Buckley, Van Morrison, Mickey Newbury, Gram Parsons

Passt gut zu: Kopfkino, Fernweh, Tagträumen

Nachdem er ein paar Jahre als Multi-Instrumentalist bei der Indie-Folk-Band The Low Anthem vor sich hingedümpelt hatte, setzte sich Twain auf seinen Hosenboden und schrieb aus dem Nichts ein heimliches Meisterwerk, das nie bei einem Label erschien oder von irgendwelchen Medien berücksichtigt wurde. Die erste, auf eigene Kosten gepresste Edition von 300 Exemplaren war aber auf Bandcamp nach kurzer Zeit ausverkauft. Kein Wunder, denn hier gibt es nicht nur geniales Songwriting und bestechend geschmackvolle Arrangements, sondern eben auch eine herzergreifende Performance und vor allem ganz viel Seele. Eine ganz besondere Platte von einem ganz besonderen Künstler, die so langsam die Aufmerksamkeit bekommt, die sie schon seit drei Jahren verdient.

Achtung, Re-Release: Der Pre-Sale zur extrem begehrten zweiten Auflage erscheint am Donnerstag, den 23.2.2017. Unbedingt gleich hier vorbestellen!

Homeshake – Fresh Air (2017)

VÖ 3.2.2017 auf Captured Tracks / Sinderlyn
Namedropping: Prince, Toro y moi, Silk Rhodes
Passt gut zu: Verkaterten Nachmittagen im Bett mit optionalem Schäferstündchen

Als Gitarrist von Mac DeMarco bei einem Album hat Peter Sagar wahrscheinlich anteilig mehr Platten verkauft als in seiner ganzen Solokarriere zusammen. Das ist irgendwie verständlich, aber auch extrem schade. Denn die Musik von Homeshake ist nicht nur verspult bis visionär, sondern nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auch wahnsinnig schön, entspannend und inspirierend. Nachdem Peter sich auf Midnight Snack (2015) mit den Freuden der nächtlichen Zwischenmahlzeit widmete, scheint beim neuen Album deutlich mehr Tageslicht durch die luftigen Gebilde aus R&B-Beats, verstreuten Gitarrenakkorden und ausgedehnten Melodiebögen.

 

 

Ryan Adams – Prisoner (2017)

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VÖ: 17.2.2017 auf Blue Note / Virgin EMI
Klingt fast ein bisschen wie: Bruce Springsteen, The War on Drugs
Passt gut zu: Whiskey, Landstraße, Trennungsblues

Ryan Adams hat in den letzten zwanzig Jahren einen unglaublichen Output hingelegt. Leider ist ihm zuletzt ein bisschen die Luft ausgegangen, deshalb freue ich mich wirklich sehr, dass er mit seinem neuen Album wieder richtig in die Vollen geht. Obwohl er in den Songs seine Scheidung von Mandy Moore verarbeitet, wird hier unterm Strich vor allem eine extrem mitreißende Aufbruchsstimmung verbreitet. Euch erwartet eine grandiose Mischung aus Herzschmerz, zupackenden Gitarrenriffs und einem Vintage-Bandsound, den man selten gleichzeitig so fett und transparent bekommt.